Missionsreport „Green Curse“

GREEN CURSE

Missionscharakter: Sabotage
Ergebnis: erfolgreich

Ort/Datum: Tanoa / 20.06.2017
Missionsabend: 09.09.2017

Operation „Green Curse“
In der Nacht zu Dienstag, 20.06.2017, vollzogen Kräfte des Raiders Regiments, im Rahmen der Operation PINPRICK, eine Sabotage-Operation in Zentral-Tanoa gegen Einheiten der Terrororganisation Abu Sayyaf. Zielgebiet war die jahrhundertealte Templeanlage von Tanam.
 
Das Areal würde laut Central Intelligence Agency als ein Unterschlupf der Terroristen auf Tanoa dienen. Befehligt von einem ranghohen Anführer, namens Mohammed Al Ramadi, führten die Terroreinheiten innerhalb der Anlage, eine Feldbasis mit einem großen Waffendepot. Ein lohnendes Ziel, um den Terroristen gleich mehrere Botschaften zu senden.
 
Der Tempel von Tanam gilt der lokalen Bevölkerung als ein verfluchter Ort. Bei der heimischen Jugend gilt allein der Besuch der mitten im dichten Dschungel gelegenen Anlage als große Mutprobe. Seitdem die Abu Sayyaf das Gelände okkupierte, traut sich überdies aber auch sonst niemand mehr dorthin. Der dichte Dschungel sorgt für ein sehr unübersichtliches Gelände. Es gibt jede Menge Gelegenheiten, um es möglichen Eindringlingen extrem schwer zu machen die Niederlassung wieder lebend zu verlassen. Die Verteidiger sind in diesem Operationsraum klar im Vorteil. Kein Geschenk für die Raiders deren Primärziel die Zerstörung möglicher Waffendepots war und denen mit der Ergreifung von Mohammed Al Ramadi ein lohnendes Sekundärziel winkte.
 
Unter der Kennung Romeo bestritten vier CSOs diese Unternehmung in der Hoffnung, dass die Mission ihrem Namen „Grüner Fluch“ nicht gerecht werden möge. Per Little Bird wurde das Team etwa zwei Klicks nordöstlich abgesetzt. Von Osten nährte man sich einer Ruine an, die sich abseits der eigentlichen Tempelanlage befand und laut CIA-Erkenntnissen als Hauptwaffendepot dienen sollte. Vor Ort fand sich aber einzig eine unberührte Ruine. Keinerlei Anzeichen für eine mögliche vormalige Nutzung als Lagerstätte für Rüstungsgüter. Mit der Annährung an das eigentliche Tempelgelände stieg die Anspannung. Der EOD ging mit einem Minensuchgerät einige Schritte voraus, stets in der Gefahr von möglichen Spähern als erstes identifiziert und zu einem leichten Opfer zu werden. Aber alles lief glatt. An einem möglichen Zugang zum Zielareal, welches sich in einem engen Talkessel, umfasst von hohen Felswänden, befindet, schaltete man in den Offensivmodus. Von nun an musste ein jeder im Team ein umso höheres Augenmerk darauf legen, wohin er tritt. Das Auslösen einer Sprengfalle hätte bei der Enge der Gegebenheiten mit hoher Wahrscheinlichkeit das gesamte Team ausgelöscht oder zumindest schwer verwundet. So oder so hätte dies das Scheitern der Mission bedeutet. Niemand wäre lebend zurückgekehrt.
 
Den Raiders gelang die unentdeckte Infiltration der Tempelanlage, erste feindliche Kämpfer konnten koordiniert und unauffällig ausgeschaltet werden. Nach der Inspektion eines ersten Tempelbaus, welche ohne Ergebnis beendet wurde, kam es, kurz nach dem Auslösen eines Bodenleuchtkörpers, zum ersten Beschuss des Teams durch einen feindlichen Sturmgewehrschützen. Dieser konnte jedoch rasch geortet und gezielt eliminiert werden. Nun war die Aktion der Marines kompromittiert. In verhältnismäßig rascher Abfolge wurden nun auch noch die verbliebenen zwei Tempelbauten durchsucht. Dabei kam es zu weiteren Feuergefechten, die allesamt zu Gunsten der Raiders verliefen. Etwa acht feindliche Kämpfer wurden im Missionsverlauf getötet. Ein bislang nicht identifizierter Zivilist wurde gefangen genommen und ein größeres Waffendepot im Hauptgebäude wurde durch Sprengmittel zerstört. Letzteres geschah durch Fernzündung, als sich die Raiders bereits wieder auf dem Weg zum Evac-Punkt befanden.
 
Bei der Vernichtung des Waffendepots wurden weite Teile der historischen Tempelanlage zerstört, was in der darauf folgenden Zeit von Seiten der Staatsregierung Papua Neuguineas scharf verurteilt wurde. Auch bei der UNESCO sorgte die Aktion für große Aufregung. Der gesamte US Kongress beschäftigte sich mit dem Vorfall und während einer Sitzung des Weltsicherheitsrates entschuldigte sich der UN-Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika öffentlich für die Vernichtung einer bedeutenden Kulturstätte auf Tanoa.
Die Raiders hingegen, wurden von Seiten der Operationsführung für die gelungene Unternehmung gelobt. „Green Curse“ sendete eine klare Botschaft an die Abu Sayyaf auf Tanoa: „Es gibt keinen Ort wo ihr sicher seid!“
 
Herzlichen Glückwunsch Marines!

 

 

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