First Blood (OP PINPRICK)

pinprick_02FIRST BLOOD

Missionscharakter: daily business
Ergebnis:ohne Wertung

Ort/Datum: Tanoa / 01.10.2016
Missionsabend: 01.10.2016

In den ersten Tagen unserer Präsenz im Inselreich von Tanoa befinden sich die Ausbauarbeiten der US Basis auf St.George Island im vollen Gange. Der dort bislang von der US Navy betriebene Flugplatz, bewacht von US Marines, wird aktuell für die im Rahmen der Operation PINPRICK nachgeführten Einheiten zu CAMP JEFFERSON ausgebaut und gesichert. Da wir auf der Hauptinsel keine größeren Liegenschaften beziehen durften, werden aktuell FOBs an strategisch relevanten Punkten aufgebaut. Diese mit Nachschub an Material und Lebensmittel zu Versorgen ist eine Routinetätigkeit, die normalerweise von den regulären Kräften bewerkstelligt wird. Da unsere Einheit jedoch aktuell noch nicht von Überarbeitung reden kann, sagte die Führung zu, uns zur Unterstützung des Regelbetriebes für einen Nachschubkonvoy zu einem dieser neuen FOBs einzusetzen.

Nur mit mäßigem Schutz begaben sich fünf unserer Jungs mit einem 7t-LKW sowie einem Prowler als Geleitfahrzeug auf den Weg zur Hauptinsel Tanoa. Diese ist mit St.George Island über eine lange Seebrücke mit dem Codenamen „Bushmaster“ verbunden. Die Brücke ist ein gefährlicher Engpass, welcher der Einheit in seinem letzten Drittel zur Falle wurde. Mutmaßliche Kämpfer des auf Tanoa aktiven Nossa-Kartells erwarteten die Marines mit einem perfekt inszenierten Hinterhalt. Aufgrund der exponierten Position des Konvoys sowie den mangelnden Optionen an Ausweichmöglichkeiten, entschloss man sich zu einem Durchbruchversuch. Dieser scheiterte. Das den Konvoy anführende Geleitfahrzeug, besetzt mit drei MARSOC-Marines, geriet unter großkalibriges Feuer. Der Prowler wurde zerstört und seine Besatzung getötet. Die per Funk herbeigerufene Luftunterstützung bestand aus einem mit Hydra-Raketen bestückten UH-1Y. Die Besatzung unterschätzte jedoch die bestehende Bedrohung und wurde durch Beschuss eines Kaliber .50 vom Himmel geholt. Die Besatzung kam dabei ums Leben. Den zwei am Boden verbliebenen SpecOps gelang es, den LKW unter permanenten Sperrfeuer leicht beschädigt ins Camp Jefferson zurückzuführen. Der Fahrer wurde im Anschluss schwerst verletzt ins Feldlazarett eingeliefert, wo man sein Leben retten konnte.

Unter der Führung des für den Konvoy verantwortlichen SSgt Sebi formierte die 2nd Marine Raiders eiligst eine Aufklärungseinheit. Das Ziel: Lagebeurteilung am Südufer Tanoas und Einweisung von Unterstützungskräften sowie Unterstützung bei der Klärung der Lage. Mit zwei Humvee’s begaben sich die MARSOC Marines auf ihren Weg gen Feindstellung. Bereits während erster Erkundungen am Nordufer von St. George Island geriet die Einheit unter Beschuss durch feindliche Kämpfer, welche Bushmaster gen St. George Island überquert hatten und aus der Ortschaft Harcourt heraus neue Hinterhalte bezogen. Die 2R schlug deren Angriff erfolgreich zurück. Hierbei wurden zwei Mitglieder des Teams leicht verletzt. Beide konnten durch den SARC des Teams wieder einsatzbereit gemacht werden.

Im weiteren Verlauf begab sich das Team mit ihren Fahrzeugen über die Brücke gen Tanoa. Dabei kam es zu einem längeren Schusswechsel mit Kämpfern des Kartells. Diese hatten sich zwischenzeitlich nicht wie erwartet zurückgezogen, sondern behaupteten weiterhin ihre Stellung. Die Botschaft wurde somit unmissverständlich überbracht. Das andauernde Auflehnen gegen das Bestreben der Marines konnte letztlich nicht verhindern, dass ein zweiter Durchbruchversuch gelang. Die 2R setzte im Anschluss ihren Zugriff zu Fuß weiter und näherte sich der Feindposition aus den nördlich gelegenen Wäldern. Weitere Schusswechsel auf kürzeste Distanz besiegelten schließlich das Schicksal der Kartell-Kämper. Nachdem eine AH-1D Cobra zur Absicherung eingetroffen war, zogen sich die Marines mit ihren Fahrzeugen in die Basis zurück. Ein MARSOC-Marine wurde während der letzten Feuergefechte abermals schwer verwundet. Doch auch ihm gelang, dank der professionellen Arbeit des teameigenen SARCs, die sichere Rückkehr.

Die Lage am Nordende von Bushmaster wurde abschließend durch einen Sicherungsposten der Marines stabilisiert. Dort werden nun weitere Straßensperren in Zukunft für die nötige Bewegungsfreiheit der US Kräfte auf Tanoa sorgen. Das Material für die FOB wurde später sicherheitshalber per Helikopter verbacht.

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