BAND AID (Operation Barracuda)

OP_BarracudaBAND AID

Missionscharakter: daily business
Ergebnis: erfolgreich

Ort/Datum: Molatia / 23.06.2015
Missionsabend: 04.07.2015

Infolge der Mission „Loyal shepherd“ galt es für die Streitkräfte des US-geführten Sektor Süd den neuen Frontverlauf zu sichern. Ein Schwerpunkt lag hierbei auf der kürzlich befreiten Ortschaft Cova. Man entsandte eine Rangereinheit zur Verstärkung eines vor Ort agierenden Sicherungstrupps der US Marines. Wie die Ranger (Joker) wurden auch Kräfte der Raiders mit Sicherungsaufgaben betraut. Für die 2nd FoRecon (Romeo) galt es eine Flussquerung nördlich der Ortschaft Djolan von möglichen Sprengfallen zu säubern. Einheimische hatten von ungewöhnlichen nächtlichen Aktivitäten an dieser Stelle berichtet und diese wichtige Passage vorerst geschlossen. Die Soldaten des 4th Marine Special Operations Battalions klärten dann tatsächlich ein IED im Flusslauf auf, riegelten die Umgebung ab und räumten die Gefahr aus der Welt. Mit der anschließenden Freigabe der Flussquerung konnte u.a. auch ein Hilfskonvoi der UNHCR passieren, welcher Nahrungsmittel und medizinisches Versorgungsmaterial nach Katakabi bringen sollte.

Die Ranger, welche durch einen Navy-Hubschrauber der Black Knights ins Einsatzgebiet verlegt werden mussten, gerieten später bei Cova unter Beschuss. Feindliche mechanisierte Infanterie wagte den erwarteten Durchbruchsversuch und wurde dabei von den Soldaten des 75th Ranger Regiments und Teilen der 2nd Marine Division zurückgeschlagen. Die Terrormiliz verlor dabei neben einem BTR eine Vielzahl an Kämpfern. Auf US-Seite gab es zwei gefallenen Marines zu beklagen.

Der von Ministerpräsident Bamati veranlasste Hilfskonvoi mit Gütern der UNHCR auf seinem Weg nach Katakabi wurde aufgrund der frontnahen Routenführung von Männern des privaten Sichherheitsunternehmens ARES Military bewacht. ARES bestätigte dem TOC, nur kurze Zeit nach ihrer Querung des Flusslaufs bei Djolan, die Meldung der 2nd FoRecon, dass man gen Grenzposten zur Hauptinsel schwarzen Rauch erkennen könne. Schusswechsel sei zu hören. Das TOC alarmierte daraufhin alle aktiven Truppenteile auf Afrene. Während mit einer F-18 die CAS-Komponente zum Einsatz gebracht werden konnte, meldete die Hubschraubercrew einen technischen Defekt, weshalb deren Blackhawk am Boden blieb. Die Marines in Cova übernahmen die alleinige Sicherung während die Ranger zur Unterstützung der Raiders bei Djolan eine Verlegung per HMMWV wagten. Das Fahrzeug war mit Ihnen per Hubschrauber nach Cova gelangt und sollte nun zum raschen Transfer in den Hotspot dienen. Unterdessen hatte ARES die Sichtung eines feindlichen BTR gemeldet. Kurz darauf riss der Funkkontakt des TOC mit der ARES-Einheit ab. Die Raiders hingegen meldeten das Führen des Feuerkampfes gegen feindliche Infanterie nördlich von Djolan. Dem F18-Piloten der Black Knights war unterdessen die Zerstörung eines feindlichen BTR gelungen. Ein weiterer BTR konnte durch Kräfte der mittlerweile in Djolan eingetroffenen Ranger und der Raiders mittels AT-Waffen zerstört werden.

Die Scout Sniper Komponente der Raiders bestätigte kurze Zeit später Sichtkontakt mit dem stehenden Hilfskonvoi der ARES (Koordinaten 030-046) und laut Sichtung an dieser Position keine Überlebenden. Während Black Knight One (F18) zur Basis zurückkehrte, konnte Black Knight Two (Blackhawk) wieder Einsatzbereitschaft melden. Zur Luftnahaufklärung wurde dieser umgehend vom TOC in die Konfliktzone entsandt. Nach der Übermittlung erster Lagebilder geriet der Hubschrauber unter Beschuss und der Pilot musste innerhalb der Kampfzone notlanden. Das Manöver gelang und die Hubschrauberbesatzung konnte sich zur Position der Ranger und Raiders durchschlagen. Weitere feindliche Infanterie, welche bereits nach Afrene eingedrungen war wurde aufgeklärt und sowohl im offenen Feld, wie auch im späteren Verlauf in der Ortslage von Simbala gestellt und vernichtet. Der mittlerweile wieder in der Luft befindliche F18-Jet meldete feindliche Truppenbewegungen am Nordufer bei Simbala. Per Typ3-Verfahren erteilte Romeo Feuerfreigabe. Der Beschuss, welcher im Danger Close-Rahmen stattfinden musste, veranlasste Romeo im Anschluss zur Annahme eines möglichen „friendly fire“. Es stellte sich jedoch rasch heraus, dass noch in Simbala verbliebene Feindeinheiten unmittelbar in die Offensive gingen und die US-Truppen mit Granatfeuer belegten. Sowohl die Ranger (Joker) als auch die CSOs der Raiders hatten mittlerweile eine Reihe an Verletzten zu beklagen, dennoch hielt man den bewaffneten Kampf aufrecht und konnte letztlich jedweden Widerstand in Simbala brechen. Die Ortschaft konnte gesichert werden, doch ein Zurückdrängen des Feindes zum vorherigen Frontverlauf blieb aussichtslos.

Mutmaßlich, so die Analyse des Oberkommandos, war der Hafen von Simbala eines der Ziele der Boko Haram Kämpfer. Diese Unternehmung konnte von den US-Truppen vereitelt werden. Der Überraschungsangriff im Nordwesten brachte jedoch einen beträchtlichen Landgewinn für die Terrormiliz und mit ihm eine hervorragende strategische Ausgangslage. Die Allianz auf Afrene sieht sich nunmehr einer äußerst angespannten Sicherheitslage ausgesetzt. Ein rasches massives Vorgehen scheint unausweichlich. In Anbetracht der prekären Situation ist die Schwächung der Koaltion durch die erst kürzlich erfolgte Abberufung großer Teile der 2ten Marine Infanterie Division ein umso größeres Problem.

Die Tagesziele wurden allesamt erfüllt. Die neue Lage lässt derzeit jedoch wenig Optimismus bzgl. eines erfolgreichen Missionsausgangs auf Molatia zu.

Missionstagebuch / Operation Barracuda